Aktuelle Marktforschungsergebnisse: Schweizer und die Ernährung - Pasta statt Rösti

Wie sich die Schweizer Bevölkerung ernährt, wollte das Marktforschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der Zeitung 20 Minuten von Umfrageteilnehmern wissen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht wie vermutet ein "Röstigraben" durch das Land verläuft - sondern ein Polenta-Graben. So stiess dieses norditalienische Gericht vor allem im Tessin auf durchweg Zustimmung (85 Prozent), während im Rest der Schweiz gut ein Drittel nichts von diesem Gericht aus Maisgriess wissen wollten.

Marktforschung über Ernährung in der Schweiz

Die Rösti werden dagegen überall gerne verzehrt: In der deutschsprachigen Schweiz sprachen sich 84 Prozent für das traditionelle Kartoffelgericht aus, in der Romandie immerhin noch 74 Prozent. Ganz oben in der Hitliste stand jedoch eine andere Köstlichkeit des italienischen Nachbarn: 93 Prozent aller Schweizer stehen demnach auf Pasta. Spezialitäten vom westlichen Nachbar Frankreich kommen dagegen weniger gut an: Froschschenkel und Schnecken landeten ganz hinten auf der Liste, zusammen mit Innereien und Rindszunge.

Die Schweiz auf Diät

Wie überall in Europa hadern auch die Schweizer mit ihrem Gewicht: So gaben zwei Drittel der Umfrageteilnehmer an, bereits mindestens einmal eine Diät gemacht zu haben, entweder aus allgemeiner Unzufriedenheit mit der Figur, aus gesundheitlichen Gründen oder weil die Kleidung zwackte. Mit konkreten Diätprogrammen haben es die Schweizer dabei jedoch nicht: So gab die Hälfte der Befragten an, sich an keine bestimmte Diät zu halten, sondern einfach nur hier und da am Essen zu sparen oder öfter zu kalorienarmer Kost zu greifen. Immerhin 17 Prozent setzten auf ein konsequentes "Friss die Hälfte"-Programm und 13 Prozent vertrauten sich Weight Watchers an.

Aktuelle Marktforschung zur Ernährung in der Schweiz

Immerhin scheinen die Abnehmversuche der Schweizer etwas zu bringen: Rund die Hälfte gab an, dass sie tatsächlich einen nachhaltigen Erfolg erzielt hatten, während ein Drittel mit dem berühmten Jojo-Effekt haderte. Nach Regionen sortiert, litten die Bewohner der Romandie am häufigsten unter ihrer Figur: Hier zeigten sich nur 48 Prozent zufrieden, während die Einwohner der deutschsprachigen und der italienischsprachigen Schweiz mit 63 bzw. 61 Prozent weit häufiger zufrieden mit sich waren.

Bewusste Ernährung spielt eine grosse Rolle

Gesundheitsbewusst geben sich dagegen alle Schweizer: Insgesamt 89 Prozent der Befragten erklärten, dass ihnen eine bewusste Ernährung "eher wichtig" oder "sehr wichtig" war. Dabei steht vor allem Obst und Gemüse häufig auf dem Speiseplan. Zum Vegetarianismus können sich trotz aller Hype um fleischlose Kost dagegen nur wenige Schweizer durchringen: Lediglich 7 Prozent gaben an, nie Fleisch zu konsumieren. Auf der anderen Seite gaben fast 90 Prozent an, gerne oder sehr gerne Gegrilltes zu essen.

schreibt regelmässig für UmfragenVergleich.