Wie kann ich gesund und günstig leben?

Gesund leben ist heutzutage im Trend. Bio & Co. sind auf dem Vormarsch und implizieren ein gutes Leben - meist, sind daher die Produkte entsprechend teuer. Doch wie kann man sich in der Schweiz gesund ernähren und das günstig?

Auf die Frage was sich Menschen am meisten wünschen, wählen zwei von drei Personen an erster Stelle die eigene Gesundheit. Bei dem verbleibenden Drittel kommt der Wunsch nach Gesundheit spätestens an Position zwei oder drei. So wünschen wir uns alle prinzipiell das gleiche - ein langes und gesundes Leben.

Diese Statistik ist keine Überraschung, stellt die eigene Gesundheit doch die Basis von allem dar. Aus diesem Grund spielt das Thema Gesundheit auch bei der Ernährung eine entscheidende Rolle.In früheren Zeiten diente die Ernährung in erster Linie der Energieaufnahme. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute gibt es Lebensmittel im Überfluss. Grund genug für die meisten Menschen bei der Ernährung genauer hinzuschauen.

Wie ernähre ich mich gesund?

Diese Frage ist zunächst einfach zu beantworten. Es kommt darauf an, was wir essen. Gesunde Lebensmittel sind etwa Obst, Gemüse, vollwertige Lebensmittel, frischer Fisch und qualitativ hochwertiges Eiweiß bei Fleisch. Doch auch bei dieser einfachen Klassifizierung muss man heutzutage aufpassen. So paradox es klingt, aber mittlerweile sind z.B. Obst und Gemüse nicht immer gleichbedeutend mit „gesund“.

Der Grund ist das rücksichtslose Streben nach Profit von einigen schwarzen Schafen in der Lebensmittelbranche. Es vergeht kaum mehr ein Jahr, in dem nicht mindestens ein Lebensmittelskandal aufgedeckt wird. Dies reicht von Dioxin in Hühnereiern über krebserregende Futtermittel für Schweine, Hühner und Rinder bis hin zu gespritztem Obst und Gemüse.

Zu einfach gedacht?

Die vermeintlich einfache Lösung aus dem Problem: BIO. Die Lebensmittelindustrie hat schnell reagiert. Um für gute Qualität und hochwertige Waren zu garantieren, wurden diverse Gütesiegel eingeführt. Diese Bio-Siegel sollen es dem Verbraucher einfacher machen zwischen guten und schlechten Lebensmitteln auswählen zu können.

Doch hier taucht das erste große Problem auf. Wenn auf alle vermeintlich schädlichen Einflüsse in der Lebensmittelherstellung verzichtet wird, um die Produkte gesünder zu machen, werden diese Güter automatisch teurer. Ohne Insektenvernichtungsmittel wächst nur noch halb so viel Obst, ohne Antibiotika im Futtermittel sterben viel mehr Tiere - gleichzeitig wird die Zahl an Nutztieren durch eine artgerechte Haltung ebenfalls stark verkleinert. Alle diese Dinge führen dazu, dass die Preise steigen. Viele Menschen können sich dies nicht leisten.

Gesund, aber dennoch günstig

Die meisten Probleme tauchen dort auf, wo es um sehr viel Geld und um Massenherstellung geht. Besonders die Discounter müssen auf tiefe Preise achten. Hier muss man als Verbraucher zunächst realistisch sein. Qualität hat ihren Preis. Gute, wertvolle und besonders gesunde Lebensmittel kosten in vielen Fällen mehr. Doch dies muss kein Nachteil sein.

Schweizerinnen und Schweizer werfen jährlich über 2 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Fast die Hälfte davon stammt aus Privathaushalten. Das entspricht umgerechnet pro Kopf 320 Gramm am Tag unnötig weggeworfener Nahrungsmittel. Wer hier bewusster einkauft und es schafft weniger wegzuschmeißen, der kann leicht die Mehrausgaben für gesundes Essen ausgleichen.

Der Wegwerfgesellschaft entgegen wirken

  • Zunächst in den Kühlschrank schauen bevor es zum Einkaufen geht.
  • Eine Einkaufsliste erstellen und wenn möglich geplant einkaufen.
  • Angebrochene Lebensmittel luftdicht verschließen.
  • Gerne aus den Resten ein Reste-Essen zaubern.
  • Frische Produkte sollten lieber gezielt in kleinen Mengen gekauft werden. Dafür dann eben öfters.
  • Abgelaufene Produkte zunächst probieren, bevor sie entsorgt werden.
  • Weitere Infos hierzu hat das Schweizer WWF hier zusammengestellt.

Eine weitere Möglichkeit ist die, auf regionale Produkte zu achten. Wer im Winter Melonen oder Erdbeeren essen will, der muss sich im Klaren sein, dass diese Waren von weit her antransportiert werden müssen. Der Preis steigt und auch bei der Haltbarkeitsmachung tauchen schon wieder die ersten Fragen nach der Gesundheit auf.

Sinnvoller ist es auf Produkte aus der Region zurückzugreifen. Zu jeder Jahreszeit gibt es saisonales Obst und Gemüse, was in der Haupterntezeit im Preis niedriger liegt, als vergleichbare Produkte aus Übersee. Regionale Betriebe schaffen überdies mehr Vertrauen in der Produktion als anonyme Großbetriebe aus dem Ausland.

Wer weniger wegwirft, dafür bewusster hochwertigere Produkte z.B. auf dem Wochenmarkt vom Bauern um die Ecke einkauft, der muss nicht unbedingt mehr ausgeben, ernährt sich dafür aber sehr viel gesünder.

Wer allgemein beim Einkaufen sparen möchte, dem helfen unsere Spartipps eventuell weiter.