Günstig Skifahren in der Schweiz

Die Schweiz ist generell ein teures Pflaster für Skifahrer. Doch es muss ja nicht unbedingt Zermatt, Klosters oder St. Moritz sein. Wer sich auf günstigere Skigebiete verlegt, kann sehr viel Geld sparen. So werden für einen Tages-Skipass in Schönengrund/Appenzellerland gerade einmal 18 Franken verlangt, während für das gleiche Vergnügen in Zermatt 82 Franken hingeblättert werden muss. Ähnlich günstig ist das Skigebiet Les Avants im Kanton Waadt mit 19 Franken und La Bulle-Chia im Kanton Freiburg mit 20 Franken.

Preis-/Leistungsverhältnis beachten

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Natürlich darf dabei nicht vergessen werden, dass diese günstigen Skigebiete weitaus weniger Pistenkilometer und Skilifte bieten als die teuren Skigebiete. In Schönengrund gibt es zum Beispiel nur eine einzige Skipiste von 400 Metern Länge und in Zermatt insgesamt 350 Pistenkilometer! Ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis bietet da beispielsweise San Bernadino, wo es für einen Tages-Skipass für 24 Franken insgesamt 35 Pistenkilometer in allen drei Schwierigkeitsstufen gibt.


Wer länger bleiben will, sollte natürlich erst recht darauf achten, das es genug Abwechslung gibt. Hier sind mehrere Skigebiete im Wallis unschlagbar - in der Aletsch-Arena kostet ein Tages-Skipass 55 Franken und ein Skipass für fünf Tage 242 Franken. Dafür gibt es insgesamt 104 Pistenkilometer, einschliesslich 15 Kilometer für Freerider und zwei beleuchtete Pisten für den Abend. Auch Langlaufloipen, Rodelbahnen und Snowboard-Funparks stehen zur Verfügung.


In vielen Skigebieten werden zudem unterschiedliche Tarife für die Hauptsaison und die Nebensaison berechnet. Wer sich die wenigen Wochen der Nebensaison herauspickt (Aletsch-Arena zum Beispiel 7.12. bis 20.12. und 22.04. bis 27.04.) kann noch einmal von Ermässigungen von 15% profitieren.

Frühbucher-Rabatte nutzen

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Der neue Hit in der Schweiz sind Frühbucher-Rabatte. Laax hatte es 2012/2013 vorgemacht, Davos hat in dieser Saison nachgezogen: Wer in Laax frühzeitig einen Tages-Skipass im Internet bestellt, zahlt nur 39 Franken statt 73, während in Davos nun 48 statt 68 Franken für das teure Skigebiet Parsen fällig werden. Die Kontingente sind jedoch begrenzt. Eine gute Übersicht über Skipass-Rabatte in der gesamten Schweiz samt Bestellmöglichkeit bietet auch die Seite http://www.swisspasses.com/skipass/index-de.htm

Skimiete lohnt sich selten

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Wintersportler haben die Wahl: Eigene Skiausrüstung kaufen oder vor Ort leihen. Sinnvoll ist die Skimiete jedoch nur selten: Zum Beispiel bei Wintersportlern, die nur einmal pro Jahr 1-2 Wochen zu Skilaufen in die Berge fahren und nur für diese Zeit Ski mieten. Oder bei wachsenden Kindern, die sonst fast jedes Jahr neue Skischuhe und Bretter benötigen würden. Hier lohnen sich Saisonmieten, die oft nach Zentimetern berechnet werden: Pro Zentimeter Ski kostet die Miete 1 Franken, d.h. für 150 Zentimeter lange Ski werden 150 Franken fällig. Dazu kommen noch Stiefel und Stöcke.


Für Erwachsene, die jedes Jahr zum Skilaufen in die Berge fahren, lohnt es sich jedoch kaum Ski zu mieten. Eine Saisonmiete kostet bei Sportketten wie Migros Sport, Ochsner oder Athleticum je nach Ski-Modell zwischen 159 und 459 Franken - dazu kommen Stücke für 89 bis 169 Franken. Wer erst vor Ort im Skigebiet Ski leihen will, zahlt meist sogar noch mehr, nämlich ab 180 Franken aufwärts. Dafür gibt es dann gebrauchte Ski. Wer am liebsten jede Saison die allerneuesten Modelle ausprobiert, zahlt zwischen 50 und 60% des Neupreises für die Miete.

Ski günstig kaufen

Nach zwei, spätestens drei Jahren, haben sich die eigenen Skier also schon amortisiert. Günstige neue Skis gibt es bei den grossen Ketten im Winterschlussverkauf - es muss ja nicht immer das neueste Modell sein. Noch mehr lässt sich mit dem Kauf gebrauchter Ski sparen - zum Beispiel bei speziellen Skibörsen, die von den lokalen Skiclubs veranstaltet werden oder im Internet bei Auktionsbörsen wie eBay, ricardo.ch und sportboerse.ch. Allerdings ist es immer riskant, wenn die Skischuhe nicht vorher anprobiert werden können.

Günstige Ferien in den Bergen

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Bei der Unterkunft lässt sich ebenfalls viel sparen. Für Familien ist es meist günstiger, eine Selbstversorgerhütte zu buchen und Lebensmittel aus dem heimischen Supermarkt mitzubringen. Auch eine grössere Gruppe kann mit einem eigenen Ferienhaus mit Küche viel Geld gegenüber den Hotels sparen.

Allerdings nicht immer: Manche Skigebiete schnüren hervorragende Pakete, bei denen Übernachtungen, Mahlzeiten, Skipässe und viele andere Angebote, z.B. Eintritt ins lokale Schwimmbad oder in Museen miteinbegriffen sind. Oft wird auch mit kostenlosen Skiausrüstungen für den Nachwuchs gelockt oder mit Gutscheinen für einen Skikurs oder die Rodelbahn. Da heisst es Preise vergleichen und überlegen, was unterm Strich günstiger ist.

Wer flexibel ist, kann auch auf Last Minute-Angebote warten: Egal ob Selbstversorgerhütte oder Pauschalpaket - auf den letzten Drücker gibt es oft üppige Rabatte, damit die Skigebiete voll werden.

schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.