Ausflüge für den kleinen Geldbeutel

Der Winter will zwar immer noch nicht weichen, immer noch blickt man aus dem Fenster in eine weiße Schneelandschaft, aber trotzdem sollte man die Hoffnung auf den Frühling nicht aufgeben! Bald wird hoffentlich wieder die Sonne scheinen und etwas Frühlingsflair aufkommen lassen. Aber wie die Frühlingsatmosphäre richtig auskosten?

Kein Wunder, dass es einen nach der winterlichen Dunkelheit erstmal hinaus ins Grüne zieht!
Die eigenen vier Wände, die während der eisigen Kälte zugegebenermaßen eine gemütliche
Zuflucht geboten haben, sind nicht mehr so anziehend, wenn die trüben Wolken der Sonne
endlich wieder Platz machen. Der Mangel an Vitamin D will wieder ausgeglichen, die gute
Laune von der Sonne wieder angefacht werden! Und was ist dafür geeigneter als ein Ausflug
ins Grüne?

Rauf aufs Rad und ab ins Grüne

Es mag in den langen Monaten im Keller etwas eingerostet sein, aber eine gründliche Inspektion und ein Paar aufgepumpte Reifen später ist das Fahrrad wieder startklar. Einer ausgedehnten Radtour mit Freunden und/oder Familie steht nichts mehr im Weg. Dabei spart man nicht nur Fahrtkosten und schont den Geldbeutel, sondern tut auch noch etwas für die Figur – und das sogar ohne den teuren Gang ins Fitnessstudio.

Wer die Pedale allerdings scheut und trotzdem die frische Luft genießen will, der sorge für eine angenehme Begleitung und mache sich auf zu einem entspannten Spaziergang oder gar einer Wanderung. Ob man dabei nun durch den nächstgelegenen Park wandert, den See umrundet oder ein noch unbekanntes Stadtviertel erkundet, ein Spaziergang bietet jedenfalls auch eine gute Gelegenheit, der Freundin von den neuesten Dummheiten des Chefs, dem letzten guten Kinofilm oder von den Anekdoten der letzten Party zu erzählen. Aber auch eine geplante Wanderung mit dem Nachwuchs bietet ordentlich frische Luft und jede Menge Spaß für die kleinen Entdecker.

Zeit für einen Leckerbissen im Freien

Verbinden lassen sich eine Radtour oder ein Spaziergang natürlich immer mit dem ungeschlagenen Ausflugsklassiker schlechthin – dem Picknick. Die Mahlzeit im Freien war bereits in der Antike beliebt, entwickelte sich jedoch erst in der Neuzeit zur gesellschaftlichen Modeerscheinung. Ab dem 17. Jahrhundert galt der Imbiss unter freiem Himmel in französischen und englischen Adelskreisen als besonders vergnügliche Freizeitgestaltung. Vor allem die englische Königin Victoria soll äußerst gern im Freien gespeist haben, sodass auch der Picknickkorb in seiner heutigen Form aus dem Viktorianischen Zeitalter stammt.

Lange Zeit blieb das beliebte Sommerereignis jedoch ohne feste Bezeichnung: Das gelegentlich gebrauchte „alfresco“ („im Freien“) konnte sich nicht durchsetzen, und der Ursprung des heute bekannten Begriffs „Picknick“ aus dem 18. Jahrhundert gibt nach wie vor Rätsel auf. Viele Quellen weisen auf eine Herkunft aus Frankreich hin.

Aus der französischen Kombination „piquer“ und „nique“. Demnach die Zusammensetzung aus den Wörtern picken / stechen und Kleinigkeit.

 
Angeführt wird von den Briten aber gleichermaßen ein Brief des englischen Lords Chesterfield von 1748, in dem eine Versammlung (allerdings ohne jedweden Bezug zum Essen) „picnic“ genannt wird. Auch die damalige Bedeutung ist nicht abschließend geklärt. Laut dem Dictionnaire étymologique de la langue françoise des französischen Philologen Gilles Ménage (1694) bezeichnete ein „piquenique“ ursprünglich ein „vergnügliches Mahl, zu dem jeder seinen Anteil bezahlt“, hingegen war vom Speisen im Freien per definitionem noch nicht die Rede. Auch das englische „pick“ legt einen ähnlichen Zusammenhang nahe, so sagt man z.B. noch heute „to pick somebody’s tab“, um jemandes Zeche zu übernehmen. Die Bearbeiter von Ménages Werk stellten 1750 hingegen die Vermutung auf, das Wort sei 1664 erstmals in französischen Übersetzungen der Werke des spanischen Literaten Fransisco de Quevedo aufgetaucht und somit spanischen Ursprungs. Andere Theorien verweisen wiederum auf einen Zusammenhang zum französischen „piquant“ („würzig“).

Woher der Begriff auch immer kommen mag, unumstritten bleibt bis heute seine große
Beliebtheit, und zwar nicht nur in der Malerei des Impressionismus. Nicht umsonst haben
Edouard Manet, Claude Monet und Auguste Renoir das Motiv des Picknicks für einige ihrer
bekanntesten Werke ausgewählt, denn das Picknick bietet auch heute eine gute Gelegenheit
zu gemütlichem Beisammensein im Grünen und nicht zuletzt auch zum Grillen.