100 Franken im Monat sparen

Wenn einmal wieder Ebbe in der Haushaltskasse herrscht oder der Traum von ein Paar neuen Schuhen wieder aufgegeben werden muss, dann liegt dies nicht unbedingt immer daran, dass der eigene Job zu wenig Geld einbringt. Häufig leben wir im Monat ganz einfach weit über unseren Verhältnissen. Am Monatsende bleibt dann häufig nicht viel über. Dabei ist es dringend zu empfehlen, sich ein finanzielles Polster anzulegen. Dieses erlaubt es nicht nur, sich einige kleinere Träume zu erfüllen, sondern kann auch in finanziellen Notfällen sehr hilfreich sein. Vielen Menschen fällt es jedoch gar nicht so leicht, im Laufe des Monats etwas Geld beiseite zu legen. Doch mit wenigen Tricks, genügend Eigenmotivation und nur einigen wenigen Änderungen im Alltag ist es ganz einfach möglich, bereits bis zu 100 Franken im Monat zu sparen.

Energieeffizientes Haushalten

Energiesparen

Strom, Wasser und Wärme benötigt jeder Mensch – und das täglich. Doch immer knappere Rohstoffe treiben die Kosten für Energie immer weiter in die Höhe. Wer jedoch Anbieter untereinander vergleicht und gegebenenfalls wechselt, kann innerhalb eines Monats ganz einfach bereits einige Franken sparen. Anbieter von Strom und Heizöl ändern ihre Konditionen jährlich. Ein Preisvergleich im Internet lohnt sich und ein Wechsel zu einem anderen Anbieter kann im gesamten Jahr eine Ersparnis von bis zu 150 Franken einbringen. Um seine Energiebilanz im Haushalt insgesamt zu senken, empfiehlt es sich, technische Gerätschaften, die auf Standby laufen, komplett auszuschalten. Ein Fernseher beispielsweise, der das gesamte Jahr im Standby-Modus läuft, kostet seinen Nutzer bis zu 25 Franken im Jahr. Auch in der Küche kann effizienter gearbeitet werden. Wasser mit einem Wasserkocher zu erhitzen, kostet um fast 40 Prozent weniger Strom, als das Erhitzen im Topf.

Weniger ist manchmal mehr

Geld

Auch was unsere täglichen Haushaltsarbeiten anbelangt, können kleine Veränderungen bereits grossen Erfolg versprechen. Auch Wasser kostet natürlich Geld. Natürlich soll die Hygiene aber nicht zu kurz kommen. Doch wer lieber unter die Dusche steigt, anstatt sich in die Badewanne zu setzen, darf auf eine günstigere Wasserrechnung hoffen. Das Wasser, was aus unserer Leitung kommt, eignet sich sogar zum Trinken. Mit einem CO2-Gerät wird aus dem stillen Wasser aus der Leitung ein frischer und sprudelnder Genuss. Mit einer CO2-Patrone, die es bereits ab fünf Franken zu kaufen gibt, können circa sechs Kisten Wasser hergestellt werden.

Ähnliches gilt beispielsweise auch für Druckerpatronen. Mittlerweile besitzt jeder Haushalt einen Drucker. Immerhin sind die Geräte mittlerweile sehr günstig in der Anschaffung. Teurer wird es dagegen bei den Tintenpatronen, die seltsamerweise immer sehr schnell leer gehen. Das Nachfüllen von Tinte ist durchschnittlich um bis zu 80 Prozent günstiger, als sich eine neue Tintenpatrone zu kaufen. Auch beim Waschen der Wäsche darf gespart werden. Häufig sind die Hersteller von Waschmittel sehr grosszügig mit ihrer Bemessung der empfohlenen Dosis. Die Hälfte des angegebenen Wertes reicht für gewöhnlich aus, um die Wäsche ebenfalls wieder rein zu bekommen.

Es muss nicht immer das Auto sein

Zugegeben lassen sich manche Strecken einfach nicht zu Fuss erledigen und auch der Grosseinkauf braucht manchmal einfach das Auto. Doch häufig greifen wir zu oft auf unseren fahrbaren Untersatz zurück. Manches lässt sich auch einfach zu Fuss oder mit dem Velo erledigen und verhilft, kostspieliges Tanken zu verzögern. Ganz nebenbei hat ein wenig Bewegung einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit und wir schonen unsere Umwelt. Sowieso sollten Autofahrer etwas mehr auf ihre Fahrweise achten. Ökonomisches Fahren heisst das Stichwort und kann im Monat bis zu 30 Franken einsparen, wenn der Verbrauch auf 2 Liter pro 100 Kilometer geschätzt wird und im Monat knapp über 1000 Kilometer gefahren werden. Natürlich ist es auch sinnvoll, sich darüber zu informieren, wo es aktuell möglich ist, am günstigsten zu tanken. Hierfür gibt es mittlerweile sogar Apps, welche die günstigste Tankstelle in der Nähe aufzeigen können und sich daher auch für unterwegs eignen. Wer sein Fahrzeug allerdings unbedingt benötigt, um zu seinem Arbeitsplatz zu gelangen, fragt am besten seine Arbeitskollegen nach einer Fahrgemeinschaft. Je nach Fahrstrecke mag es auch günstiger sein, den Arbeitsweg mit dem Zug anzutreten.

Sicherheit muss nicht viel kosten

Mit Versicherungen sind wir bestens vor den typischen Alltagsgefahren geschützt. Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Manche wollen auch auf ihre Hausratversicherung nicht verzichten. Auch andere freiwillige Versicherungen können sich als durchaus sinnvoll herausstellen. Doch auch hier lohnt sich in den meisten Fällen ein Preis- und Leistungsvergleich. Wer sich als Privatperson absichern möchte, der benötigt in den seltenen Fällen eine Absicherung in Millionenhöhe. Auch geringere Absicherungssummen reichen da bereits aus und kosten zudem noch weitaus weniger. Ehepaare benötigen grundsätzlich nur eine Haftpflichtversicherung und sollten den Beitrag nicht doppelt leisten. Oftmals lohnt es sich ebenfalls, seine Versicherungsbeiträge jährlich zu zahlen. Dies bedeutet zwar einen hohen einmaligen Aufwand, bringt jedoch in den meisten Fällen drei bis fünf Prozent Rabatt auf die jährliche Gesamtsumme.

Auch in der Verwaltung seiner Finanzen sollte etwas näher hingeschaut werden. Allein Kontoführungsgebühren unterscheiden sich innerhalb des Bankensystems immens. So reicht das Angebot von kostenlosen Girokonten bis hin zu teuren Gebührenforderungen. Hier können bis zu 200 Franken im Jahr auf einen zukommen. Auch der bargeldlose Zahlungsverkehr birgt Sparpotential. Wer seine Rechnungen mit Kreditkarte direkt bezahlt, darf manchmal einen Rabatt in Anspruch nehmen, der für gewöhnlich bei drei Prozent liegt.

Teure Unterhaltung

Geld

In unserer modernen Kommunikationsgesellschaft ist es fast gar nicht mehr möglich, auf Smartphones und die dazugehörigen Handy-Tarife zu verzichten. Standardgemäss wird neuen Kunden von Anbietern daher ein Gesamtpaket offeriert, das sowohl Surfen im Internet, als auch Telefonieren und SMS-Schreiben über einen Festpreis abdeckt. Für den einen oder anderen mag dies sicherlich sinnvoll sein, doch manche Menschen, die noch ältere Handys besitzen, brauchen wahrlich keine Internet-Flatrate. Auch ein Tarifvergleich ist hier stark zu empfehlen, da sich die Angebote fast monatlich ändern. Dabei sollte nicht nur bei den Tarifen für das Handy genau hingeschaut werden, auch das Telefon oder der Internetanschluss zu Hause kann sicherlich noch günstiger genutzt werden.

Und auch Fernsehen kostet Geld. Satellitenschüssel und Receiver sind hier die deutlich kostengünstigere Variante, auch wenn diese einmalig etwas mehr kosten als der blosse Kabelanschluss. Beides lässt sich bereits für circa 100 Franken erwerben und installieren. Die Kosten hierfür sind somit nach circa einem halben Jahr längst wieder drin.

Nicht jeder ist ein Gourmet

Geld

Gerade im Bereich der Lebensmittel sind die Preisunterschiede häufig sehr weitgreifend. Allein im Bereich der Ernährung können pro durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt monatlich ohne grossen Aufwand 50 bis 100 Franken gespart werden. Und dabei muss gar nicht zwangsweise auf Qualität verzichtet werden. Auch No-Name-Produkte sind oftmals ein preislich und geschmacklich guter Ersatz zu den teuren Markenwaren. Wer nicht auf sein Lieblingsbier oder seine geliebte Markenschokolade verzichten will, muss dies auch gar nicht. Aber einen Unterschied zwischen den günstigen und den weitaus teureren Spaghetti wird wohl kaum jemand bemerken. Auch bei den Getränken muss es nicht zwangsweise immer das teuerste Produkt sein, wenn wirklich gespart werden will.

Hinzu kommt, dass vor allem abends bestimmte Produkte deutlich günstiger angeboten werden. So lassen sich an der Fleischtheke, bei der Bäckerei oder auf dem Obstmarkt kurz vor Ladenschluss meist reduzierte Waren ergattern. Auch wenn nicht jeder ein geborener Sternekoch ist, so sollte es unter der hilfreichen Anleitung des Internets oder von Fachzeitschriften für niemanden ein Problem sein, sich einmal selbst in der Küche zu probieren. Wer zu oft den Pizzadienst in Anspruch nimmt, wird nur schwierig sparen können. Selbst gekochtes Essen ist im Regelfall weitaus günstiger.

Sparfüchse nutzen Sonderaktionen und das Internet

Coupons

Im Internet lässt sich bekanntlich fast alles finden. Und im Regelfall gibt es hier auch alles günstiger. Zudem lassen sich über das World Wide Web Preise und Anbieter deutlich einfacher miteinander vergleichen. Gerade im Bereich der Elektronik, Technik und Mode unterscheiden sich die Preise für dasselbe Produkt manchmal um bis zu 70 Prozent. Oftmals lassen sich sogar von den Internetshops Coupons und Gutscheine im eigenen E-Mail-Postfach vorfinden. Häufig löschen wir diese Mails jedoch gleich nach dem Empfang und verschieben sie in den Spam-Ordner. Gerade angemeldete Mitglieder kommen häufig in den Genuss von Rabattaktionen. Diese gibt es natürlich auch ausserhalb des Internets. Besonders Sonderaktionen werden von vielen Läden und Supermärkten in den verschiedenen Jahreszeiten ausgerufen. Bei besonders günstigen Angeboten darf auch gerne auf Vorrat gekauft werden. Natürlich bietet auch die Freizeitgestaltung Sparpotential. Museen, Kinos oder Schwimmbäder sind an manchen Tagen zu ermässigten Preisen zugänglich oder bieten Familien, Kindern oder Paaren Rabatte an.

100 Franken oder mehr sparen

Wer all die genannten Hinweise befolgt, der wird vermutlich noch weitaus mehr als 100 Franken im Monat sparen können. Dabei müssen gar nicht unbedingt alle Tipps befolgt werden. Bereits kleine Änderungen im Alltag können ein sich auszahlender Aufwand sein. Wer es dann wirklich schafft, 100 Franken monatlich einzusparen, der sollte das Geld natürlich nicht in das Sparschwein zu Hause legen, sondern das Geld sinnvoll auf einem verzinsten Konto anlegen. So vermehrt sich das eigene Kapital praktisch von ganz alleine und auch die eine oder andere kostspieligere Investition sollte somit in den Bereich des Möglichen rücken.