Minijobs in der Schweiz

Minijobs sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Doch was steckt eigentlich hinter der geringfügigen Beschäftigung und wie sieht der Arbeitsmarkt in der Schweiz dafür aus?

Die Bezeichnung "Minijob" gibt es direkt in der Schweiz nicht. Es ist die Rede von einer geringfügigen Beschäftigung. Laut Definition darf der Lohn im Jahr keine 2.300 CHF übersteigen. Dabei unterscheidet sich der Minijob in der Schweiz von dem in Deutschland. Hier ist das monatliche Einkommen seit Januar 2013 auf 450 Euro beschränkt, was deutlich über dem erlaubten Lohn in der Schweiz liegt.

In der Schweiz müssen für diese Art von Angestelltenverhältnis keine Versicherungsbeiträge abgeführt werden. Eine geringfügige Beschäftigung lässt sich zudem oftmals in Heimarbeit ausüben. Daher eignet sich diese Form der Arbeit für alleinerziehende Mütter, Studenten, Schüler und all jenen, die nebenher noch etwas dazu verdienen möchten.

Teilzeitjobs, Minijobs, Nebenjobs?

Nicht selten kommt man bei all den Begrifflichkeiten leicht durcheinander. Wo liegen denn die eigentlichen Unterschiede? Jobs werden oftmals mit den unterschiedlichsten Titeln bezeichnet, selten wird jedoch erklärt, was sich hinter einem jeden verbirgt.

Ob Minijobs oder geringfügige Beschäftigung - die verschiedenen Beschäftigungsformen haben eines gemeinsam: Es ist prinzipiell keine spezielle Ausbildung zum Ausüben des Jobs notwendig. So kann eine entsprechende Stelle von nahezu einem jeden ausgeübt werden. Hier die Definitionen im Einzelnen:

Teilzeitjobs

Der Teilzeitjob ist eigentlich ein reduzierter Vollzeitjob. Das heißt, dass der Angestellte in einem festen Arbeitsverhältnis weniger Stunden arbeitet. Anstelle von 100 Prozent (also einer 40-Stunden-Woche) wird häufig auf 75 oder gar 50 Prozent reduziert. Dadurch können beispielsweise Beruf und Familie einfacher unter einen Hut gebracht werden. Natürlich wird jedoch entsprechend neben den Arbeitszeiten auch der Gehalt gekürzt.


Nebenjobs

Ein Nebenjob hingegen wird zusätzlich zur eigentlichen Tätigkeit ausgeübt. Sei nun der Hauptberuf auch Schüler und Student, so wird oftmals ein Neben- oder Ferienjob gesucht, um das Taschengeld aufzubessern. Der Verdienst wird meist pro Stunde gerechnet. Ab einem Alter von 20 Jahren ist der Mindestverdienst auf 20 CHF in der Stunde geregelt. Will ein bereits Angestellter einen Nebenjob ausüben, so muss der Arbeitgeber zunächst sein Einverständnis geben. Darüber hinaus muss sicher gestellt werden, dass die Ausübung eines weiteren Jobs keinen negativen Einfluss auf die eigentliche Arbeit nimmt.


Minijobs

Wie bereits oben beschrieben, werden Minijobs durch das Jahresgehalt von 2.300 CHF definiert. Die geringfügige Beschäftigung kann jedoch auch in Arbeitslosigkeit ausgeübt werden, um beispielsweise den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Auch im Ruhestand kann weiterhin in Minijobs gearbeitet werden.

Klassische Angebote in Heimarbeit

Wer eine geringfügige Beschäftigung sucht, der sollte zunächst wissen, in was er gut ist und in welchen Bereichen überhaupt dieser Job ausgeübt werden kann. Die Klassiker an Minijobs, die in Heimarbeit ausgeübt werden können, sind dabei:

All die genannten Tätigkeiten können entweder in Selbstständigkeit oder aber in einem Angestelltenverhältnis ausgeübt werden. Das wichtigste bei der Suche nach einem Minijob ist, auf eine seriöse Anzeige zu achten. Häufig tarnen sich dubiose Anbieter mit verlockenden Angeboten. Daher ist es wichtig, auf vertrauenswürdigen Plattformen nach entsprechend seriösen Anzeigen zu achten.



Unser Tipp: Mini-Jobs.ch ist beispielsweise eine gute Anlaufstelle für alle Schweizer, die nach einem Mini- oder Nebenjob suchen.