Nebenjobs finden in Zürich

Oft sind Studenten gezwungen, neben dem Studium zu arbeiten, um sich ein kleines Nebeneinkommen zu sichern. Aber wie findet man
in einer Stadt wie Zürich den passenden Nebenjob?

Wieder quillt der Briefkasten über von Rechnungen, außerdem will die Miete bezahlt, neue
Lehrmaterialien für das Studium besorgt werden, und die eine oder andere Freizeitaktivität
will man sich hin und wieder auch mal gönnen. Nach einer kurzen Eingabe bei Google staunt man zunächst einmal nicht schlecht: Gesucht werden Hostessen, Haushaltshilfen, Gastronomiemitarbeiter, Promoter, aber auch Grafikdesigner, Marketing-Mitarbeiter, Aushilfen im Bank- und Finanzbereich – alles, was das Herz begehrt.

Was passt am besten zu mir?

Angesichts der enormen Bandbreite an Möglichkeiten tauchen Fragen auf, die zunächst
beantwortet werden müssen, bevor die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen der Job-Portale
gefunden werden kann.

Soll die Nebentätigkeit inhaltlich etwas mit dem Studium bzw. Hauptberuf zu tun haben? Soll sie lieber einen Ausgleich zum Alltag schaffen? Wie sieht es mit der Zeiteinteilung aus? Ach ja, und ein bisschen Spaß sollte vielleicht auch dabei sein!

Besonders das Problem der Zeiteinteilung sollte genauestens bedacht werden. Je nach Art des
Nebenjobs ist alles möglich, was man sich vorstellen kann: von flexibler Heimarbeit über
Wochenend- oder Abendjobs im Gastronomie- und Eventbereich bis hin zu festen
wöchentlichen Arbeitszeiten.

Flexibel Arbeiten

Die Vorteile der Heimarbeit liegen auf der Hand: Bis auf die Deadlines kann man sich seine
Arbeitszeiten selbstständig einteilen, bei ortsunabhängiger Computerarbeit sogar das eine
oder andere unterwegs am Laptop erledigen. Da man nicht an feste Arbeitszeiten gebunden
ist, ist es möglich, die Nebentätigkeit je nach Situation in den bereits bestehenden Alltag zu
integrieren. Doch gerade diese viel gerühmte Flexibilität verleitet oftmals dazu, die Arbeit
nach hinten zu verschieben, die Folge ist manchmal eine mentale Überlastung, wenn die noch
ausstehende Arbeit einem ständig im Kopf herumspukt.

Gewohnheitstier

Eine womöglich bessere Trennung zwischen Berufs- und Alltagsleben bieten hier Nebenjobs
mit festen Arbeitszeiten, außerdem hält sich das Einkommen hier durch festgelegte
Stundenlöhne in einem berechenbaren Rahmen und garantiert folglich mehr Sicherheit als
sporadische Auftragsjobs. Andererseits lässt sich nicht jeder gern fixe Arbeitszeiten
auferlegen, insbesondere dann, wenn man als Student noch alle Freiheiten auskosten möchte,
die man später vielleicht nicht mehr hat.

Prioritäten setzen

Doch bei allen Erwägungen sollte die Frage nach dem Spaß an der Tätigkeit selbst nicht zu
kurz kommen! Die Aussicht auf einen gut bezahlten, aber langweilig anmutenden Büroalltag
mag einen vernunftgeleiteten Studenten zu dem Gedanken führen:
„Egal, ich ziehe das durch, ich habe ja schließlich etwas davon!“


Dennoch sollte man sich fragen, ob man das wohlverdiente Schlemmen am Abend im Zürcher „Neugasshof“ oder die abendliche Party im „X-Tra“ tatsächlich voll auskosten kann, solange das penetrante Stimmchen im Hinterkopf einen immer wieder daran erinnert, dass man morgen schon wieder pünktlich im Büro sein muss, um die öden Akten zu sortieren. Eine Zeit lang mag das gut gehen, allerdings lohnt es sich vielleicht doch, etwas mehr Zeit für die Suche und für das Ausprobieren zu opfern.

Letztendlich liegt es bei jedem selbst, zu entscheiden, welche Art Nebenjob ihm am besten
gefällt. Der eine mag fixe Arbeitszeiten, der andere fühlt sich bei flexibler Zeiteinteilung
wohler. Es erfordert nur ein wenig Zeit und Mühe, nebenher etwas Geld zu verdienen, auch in
einer Stadt wie Zürich.