Skurrile Nebenjobs in der Schweiz

Fast jeder wird in seiner beruflichen Laufbahn schon einmal einen Nebenjob ausgeübt haben. Dabei kann es die unterschiedlichsten Gründe geben, die uns dazu bewegt haben, eine Tätigkeit neben unserer eigentlichen Beschäftigung anzunehmen.

Viele befinden sich vielleicht auch gerade in einem Nebenjob, weil sie noch studieren und ihre Haushaltskasse etwas aufbessern möchten, manch einer will sich vielleicht auch einen kleinen Traum erfüllen und versucht durch eine Nebentätigkeit jeden Monat ein wenig Geld zur Seite legen zu können. Was auch immer der ausschlaggebende Grund für die Aufnahme eines Nebenjobs sein mag, im Regelfall sehen die Tätigkeitsprofile doch immer sehr ähnlich aus. Waren in Regale zu verräumen, stundenlang an einer Kasse zu sitzen oder Flyer auf belebten Straßen zu verteilen, sind da wohl noch die spannendsten Tätigkeiten. Doch es geht auch anders: So lassen sich tatsächlich interessante und zum Teil skurrile Nebenjobs in der Schweiz finden, die sogar gut bezahlt werden.

Gesucht: Dicker, alter Mann mit weissem Bart

Weihnachtsmann

Zugegeben stimmt das Bewerberprofil nicht so ganz. Denn auch dünnere und jüngere Männer, die keinen Bart tragen, dürfen diesen Nebenjob ausüben. Gemeint ist der Weihnachtsmann. Der kommt bekanntlich jedes Jahr zu Besuch und das sogar im ganzen Land – mehrfach. Wie wir ja mittlerweile alle wissen, gibt es den Weihnachtsmann leider nicht wirklich, weswegen unzählige Agenturen um die Weihnachtszeit wieder eine Menge an Weihnachtsmännern suchen, die auf privaten Festen Geschenke verteilen oder in Kaufhäusern von den kleinen Kindern ihre Wunschzettel erhalten. Wer also schon immer einmal bei allen Kindern im Mittelpunkt stehen wollte und eine gute Möglichkeit sucht sein Gehalt etwas aufzubessern, sollte sich am „Ho,ho,ho!“ während der Weihnachtszeit versuchen.

Gesucht: Attraktive, junge Frau zum Bestaunen

Bei solch einer Anzeige würden sich die meisten wohl nicht einmal die ganze Ausschreibung durchlesen, da es sich hierbei wahrscheinlich um ein unseriöses Angebot handelt – aber weit gefehlt. Tatsächlich hat dies einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund, auch wenn eher Frauen angesprochen werden, die kein allzu grosses Problem mit Nacktheit in der Öffentlichkeit haben. Gesucht werden hier nämlich junge Damen, die sich Schweizer Kunsthochschulen zur Verfügung stellen um sich porträtieren zu lassen. Dabei muss gar nicht viel getan werden. Lediglich stilles Sitzen über mehre Stunden ist dabei notwendig.

Gesucht: Shopping-Queen

Testkäufer

Das hört sich vorerst nach einem Traumjob an, mag es für den einen oder anderen auch sein. Gesucht wird eine Person, egal ob männlich oder weiblich, die als Mystery-Shopper unterwegs ist. Dabei werden einem Listen mit Läden und Restaurants übergeben, in welchen fröhlich drauflos gekauft werden darf – und das natürlich mit dem Geld des Arbeitgebers. Ganz so einfach ist es dann allerdings nicht. Letztendlich sollen die Mitarbeiter und der gesamte Service bewertet werden, ohne dass die Angestellten etwas von dem Testbesuch mitbekommen. Auch die gekauften Artikel dürfen meistens nicht behalten werden. Immerhin dürfen sich Restaurantbesucher über eine kostenlose Mahlzeit freuen, die muss nämlich nicht zurückgegeben werden.


Gesucht: Autofahrer für Verfolgungsjagd

Heissluftballone

Hier entspricht das Gesuch sogar einmal wirklich dem Aufgabenprofil. Denn gesucht wird wirklich jemand, der einen Führerschein und ein Auto besitzt. Und sogar verfolgen soll er jemanden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine andere Person, sondern um einen Heissluftballon. Während dieser nämlich in der Luft ist, muss der Fahrer dem Ballon nachfahren. Zudem muss er beim Auf- und Abbau helfen und auch die beförderten Personen wieder nach Hause bringen. Gute Autofahrer mit einem ausgeprägten Orientierungssinn finden hier also die perfekte Nebentätigkeit.


Gesucht: Demonstrant für alle Fälle

Demonstrant

Kaum zu fassen, aber selbst demonstrieren ist gegen Bezahlung möglich. Ein Online-Portal bietet diesen Dienst an. Jeder, der möchte, darf sich hier ein eigenes Profil anlegen und sogar seinen Lohn selbst definieren. Mit etwas Glück wird das Profil gemietet und die Person muss sich zu einem bestimmten Zeitpunkt am Ort der Demonstration einfinden. Natürlich dürfen Anforderungen auch abgelehnt werden. Und der Einsatzort ist auch nicht auf die Schweiz begrenzt. Für eine aktive und lohnende Freizeitgestaltung, in der manch einer sogar noch etwas bewirken kann, ist dieser Nebenjob dennoch geeignet.

Gesucht: Taucher für Golfsport

Tauchen

Auch dies klingt erst einmal wieder vollkommen kurios. Doch ein Schweizer Golfclub sucht in der Tat einen nebenberuflichen Taucher für die örtlichen Wasseranlagen. Wie wir alle wissen, ist nicht jeder dazu in der Lage einen Golfball präzise zu schlagen und so landet der eine oder andere Ball auch einmal im Wasser. Als Taucher ist es nun die Aufgabe diese Bälle einmal wöchentlich wieder an die Oberfläche zu bringen. Bezahlt wird hier pro Golfball. Taucherfahrung und -ausrüstung werden wohl ebenfalls erforderlich sein. Für Sportskanonen und Wasserfreunde klingt dies jedoch nach einem perfekten Nebenjob.

schreibt für UmfragenVergleich. Ihr könnt sie über Twitter oder Facebook erreichen.