Jobs für Schüler in der Schweiz

In Jugendjahren ist das Sackgeld unersetzlich, schliesslich ist es das erste eigene Geld, das einem zur frei zur Verfügung gestellt wird. Doch nicht immer lassen sich mit dem Betrag vom Sackgeld auch die grossen Wünsche erfüllen, die man hegt. Schülerjobs können für dieses Problem der Ausweg sein.
Jobs für Schüler in der Schweiz
Schülerjobs in der Schweiz - welchen wirst du machen?
Viele kleinere Arbeiten sind auch mit einem Alter unter 18 oder 16 Jahren erlaubt. So ist es auch für Kinder und Jugendliche gut möglich, eigenverantwortlich Geld zu verdienen. Wie man dabei vorgehen sollte und was zu beachten ist und viele weitere nützliche Informationen haben wir hier zusammengetragen.

Für wen sind Schülerjobs geeignet?

Welche Schülerjobs gibt es?Schülerjobs, die dazu dienen, das Sackgeld aufzubessern, können Schüler ab 13 Jahren annehmen. Jedoch sind die Möglichkeiten weitaus eingeschränkter für Jugendliche unter 16 und 18 Jahren. Eine Voraussetzung bei allen Schülerjobs, die von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ausgeführt werden ist, dass die schulischen Leistungen keinesfalls unter der Tätigkeit leiden dürfen. Ebenso ist es Jugendlichen unter 18 Jahren verboten, Gäste in Lokalitäten wie Diskotheken und Barbetrieben zu bedienen.
Jobs für Schüler ab 13

Jobs ab 13 Jahren: Was ist erlaubt?

Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren dürfen neben der Schule oder auch zeitweise in den Ferien leichte Arbeiten verrichten. Als leichte Arbeit bezeichnet man Jobs, die keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung, die Gesundheit und die Sicherheit des Jugendlichen haben und zudem nicht die schulischen Aufgaben beeinflussen. Ein typisches Beispiel für leichte Arbeit wäre das Verteilen von Prospekten einmal in der Woche.

Dennoch ist es kontinuierlich Aufgabe der Eltern und auch der Arbeitgeber darauf zu achten, dass die Kinder und Jugendlichen in ihrer Arbeit nicht überfordert werden, da jeder Mensch individuelle Bedürfnisse hat.
Jobs für Schüler ab 15

Jobs ab 15 Jahren: Was ist erlaubt?

Auch Jugendliche ab 15 Jahren stehen unter besonderem Schutz durch den Jugendarbeitsschutz, gefährliche Arbeiten sind für sie grundsätzlich verboten. Darunter fallen Arbeiten, bei denen Jugendlichen hohem Lärmaufkommen ausgesetzt sind oder erhöhtes Unfallrisiko besteht.
Erst ab 16 Jahren ist es Jugendlichen erlaubt, in Restaurants, Cafés oder Hotels zu Kellnern und so ihr Sackgeld aufzubessern. Dies gilt ebenso für Arbeiten in Kinos, Zirkussen und anderen Schaustellerbetrieben.

Ab 15 Jahren ist es möglich, eine Ausbildung zu beginnen. Je nach Art der Ausbildung gelten individuelle Sonderregelungen, die von den eigentlichen Jugendschutzbestimmungen leicht abweichen können.

Wie viel darf man als Schüler verdienen?

Schülerjobs, die als kleine Nebentätigkeit verstanden werden, sind sogenannte geringfügige Beschäftigungen. Ist man als Jugendlicher in einer geringfügigen Beschäftigung, darf der Lohn im Jahr 2300 CHF nicht übersteigen. Einhergehend damit muss für diese Art des Beschäftigungsverhältnisses kein Versicherungsbeitrag abgeführt werden. Diese Regelung ermöglicht es besonders Schülern, einfach und leicht neben der Schule ihr Sackgeld aufzubessern.

Für Stundenlöhne gibt es hingegen keine festen Regelungen innerhalb einer geringfügigen Beschäftigung. Bei der Aushandlung eines Verdienstes ist es hilfreich, sich an der Empfehlung des Zuger Industrieverbandes zu orientieren. So ist es für einen 14-jährigen angemessen, 9 Franken pro Stunde zu verdienen, für 16-jährige 13 Franken oder für 17-jähige 14,50 Franken.

Welche Arbeitszeiten gelten in Jobs für Schüler?

Arbeitszeiten für SchülerDie Arbeitszeiten für Schüler sind durch den Jugendarbeitsschutz klar definiert. Während der Schulzeit dürfen 13 und 14 – jährige maximal 9 Stunden in der Woche arbeiten, dabei darf eine Maximalstundenzahl von 3 Stunden am Tag nicht überschritten werden. Ausschliesslich in einer Hälfte der Schulferien ist es erlaubt, dass ein Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren 40 Stunden pro Woche und maximal 8 Stunden am Tag arbeitet. Dies darf in der Zeit von 6 bis 18 Uhr stattfinden.

Ab 15 Jahren bis zum Erreichen der Volljährigkeit dürfen Schüler maximal 9 Stunden am Tag arbeiten. Bis zu dem Alter von 16 Jahren darf ein Schüler bis 20 Uhr arbeiten, ab 16 Jahren bis 22 Uhr. Nacht- und Sonntagsarbeit sind für Jugendliche generell verboten. Jedoch gibt es einige Ausbildungsberufe – wie beispielsweise Bäcker – für die es Sonderregelungen gibt.

Alle Informationen im Überblick gibt es im Info-Flyer der Schweizerischen Eidgenossenschaft zum Nachlesen.

Brauche ich einen Arbeitsvertrag?

Für leichte Arbeiten, wie sie Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren durchführen können, wird oft kein Vertrag benötigt, da es sich um kleinere Arbeiten handelt, die zumeist auch in dem näheren Bekanntenkreis ausgeführt werden, wie beispielsweise Babysitten oder Gartenarbeiten. Hier reicht zumeist eine mündliche Vereinbarung, die einem schriftlichen Arbeitsvertrag gleich kommt. Dennoch ist nicht grundsätzlich davon abzuraten, einen Arbeitsvertrag aufzusetzen, der die Arbeitszeiten, die Dauer und den Lohn festlegt.

Brauche ich das Einverständnis meiner Eltern?

Um als unter 18 – Jähriger arbeiten zu dürfen, ist es immer notwendig, dass das Einverständnis der Eltern vorliegt. Da Minderjährige nach dem Gesetz noch nicht geschäftsfähig sind, braucht es zwingend die Zustimmung der Eltern, wenn man sich als Jugendlicher vertraglich verpflichten will. Dabei muss das Einverständnis der Eltern nicht immer schriftlich vorliegen, auch mündliche Absprachen sind je nach Job ausreichend.

Welche Jobs für Schüler gibt es?

Jobs, die Schüler ausführen können, gibt es viele. Doch nicht jeder Beruf ist für jeden gleich gut geeignet. Die eigenen Interessen, sowie Fähigkeiten und Engagement sind oft ausschlaggebend für die Jobwahl.

Fast schon Klassiker Schülerjobs ist das Babysitten. Am ehesten findet sich hier ein Job im Bekanntenkreis, da so auch ein höheres Mass an Vertrauen gegeben ist. Ebenso beliebt ist Nachhilfe geben. Ob Mathe, Musik oder Rechtschreiben, indem man anderen Schülern beim Lernen unter die Arme greift, lässt sich schnell das Sackgeld aufbessern. Auch Kellner- oder Promoter – Jobs sind begehrt bei Schülern ab 16 Jahren.

Bequem von zu Hause aus lassen sich auch weitere Arbeiten ausführen. Online-Umfragen, Verfassen von Texten für Internetseiten oder bewerten von Produkten sind Möglichkeiten, sich ein Zubrot in Heimarbeit zu verdienen. Weitere Anregungen für eine Jobsuche findest du hier.


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schreibt regelmässig für UmfragenVergleich.