Erfolgreich bewerben in der Schweiz: So klappt es mit dem Traumjob

Ganz ohne Bewerbung geht es zumeist auch bei Aushilfsjobs und Nebentätigkeiten nicht und bei Vollzeitstellen schon gar nicht. Da die Bewerbung - egal ob schriftlich per Post oder online - der erste Eindruck ist, den der Arbeitgeber vom Kandidaten bekommt, sollte die Bewerbung entsprechend professionell und seriös sein. Mit diesen Tipps klappt es besser:

Die schriftliche Bewerbung in der Schweiz

Die schriftliche Bewerbung Der klassische Weg zum Traumjob ist noch immer die schriftliche Bewerbung per Post. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören in diesem Fall ein einseitiges persönliches Anschreiben, in dem die Motivation für diese Bewerbung erklärt wird, ein maximal zweiseitiger Lebenslauf und die Zeugnisse, soweit vorhanden. Lichtbilder sind nicht mehr notwendig, es sei denn, sie werden in der Stellenanzeige ausdrücklich erwünscht.

Wichtig ist dabei, eine kurze knappe Formulierung und ein höflicher formaler Stil ("Sehr geehrte/r Herr/Frau…" und nicht "Hallo…") und natürlich ein "Sie" in der Anrede. Nicht vergessen werden dürfen der mögliche Eintrittstermin und die Gehaltsvorstellungen.

In der Schweiz ist es generell üblich, Referenzen von vorherigen Arbeitgebern telefonisch einzuholen. Zeugnisse und Diplome spielen oft eine weniger wichtige Rolle als bestimmte Persönlichkeitsmerkmale. Dies geht so weit, dass handgeschriebene Dokumente von Graphologen bewertet werden. Interessante Bewerber werden anschliessend zu ersten Gesprächen oder zu einem Assessment-Center eingeladen.

Die Online-Bewerbung per E-Mail oder Kontaktformular

Die schriftliche Bewerbung
Auch wenn der Ton im Internet generell lässig und teilweise flapsig ist: Bei einer Onlinebewerbung gelten andere Regeln: So ist auch hier zumeist das "Sie" gewünscht und ein formaler Stil. Ausnahmen gibt es natürlich auch. Gerade bei jungen Start Up-Firmen, bei denen die Website und die Stellenanzeigen im lockeren "Du" gehalten sind, kann ein sehr formaler Stil steif wirken. Hier ist das Du und eine lässige Anrede wie "Hallo Stefan" generell kein Problem. Dies gilt allerdings nicht für Rechtschreib- und Grammatikfehler.

Wer sich per Onlineformular bewirbt und zum Hochladen der Bewerbungsunterlagen aufgefordert wird, sollte am besten alle Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, evtl. Bild) in eine einzige PDF-Datei kombinieren. Dies erleichtert dem Personaler die Arbeit erheblich und macht daher einen guten Eindruck. Weiterhin versteht sich von selbst, dass nur seriöse Bewerbungsbilder verschickt werden und keine Partyfotos. Und wer die meiste Zeit eine E-Mail-Adresse wie hotstuff1987@gmail.com nutzt, sollte sich für Bewerbungen eine weitere seriöse Adresse mit Vor- und Nachnamen zulegen.

Vorsicht Fettnapf: Diese Fallen sollten bei der Bewerbung vermieden werden

Ausreichend informierenEinige der am häufigsten auftretenden Fehler bei einer Bewerbung haben wir bereits erwähnt: Dazu gehören Rechtschreibfehler, eine schlecht Grammatik oder unsaubere Bewerbungsunterlagen. Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass sämtliche Kontaktangaben vollständig und aktuell sind, und das eine saubere Schriftart gewählt wird. Texte sollen kurz und knapp formuliert sein - keine umständlichen Schachtelsätze und nicht jeden Satz mit "ich" anfangen. Das persönliche Anschreibung sollte für jede Bewerbung individuell angepasst werden.

Für den Lebenslauf ist es wichtig, dass Lücken sinnvoll erklärt werden. Oft reichen hier auch kurze Stichworte, die dann im persönlichen Gespräch erläutert werden können. Auf jeden Fall ist es besser ehrlich zu sein und beispielsweise einen krankheitsbedingten Ausfall mit "Karriereunterbrechung aus gesundheitlichen Gründen" zu umschreiben als eine Lüge zu fabrizieren.

Die Initiativbewerbung

Ausreichend informierenDie gleichen Regeln gelten auch für Initiativbewerbungen. Diese können überraschend effektiv sein, vor allem wenn die Jobportale online und die Stellenanzeigen in den Printmedien wenig interessante Angebote hergeben. Oft ist gerade erst eine Stelle frei geworden, für die noch keine Anzeige geschaltet wurde, oder das Unternehmen spielt mit dem Gedanken, weitere Stellen zu schaffen, hat aber noch keinen konkreten Entschluss gefasst. Bietet sich hier ein passender Bewerber von selbst an, ist dies oft der letzte Schubs, den die Geschäftsführer brauchen.

Wichtig ist bei Initiativbewerbungen, dass aus dem Schreiben hervorgeht, warum gerade diese Firma so interessant ist, dass man sich unaufgefordert bei ihr bewirbt. Fehler in den Bewerbungsunterlagen sind noch unverzeihlicher, da die eigene Bewerbung oft die einzige ist, die der Personaler in dieser Woche erhält und ihr somit auch entsprechend viel Beachtung schenkt.

Persönliche Bewerbungen

Die persönliche BewerbungBei Aushilfsjobs sind persönliche Bewerbungen häufig möglich. Diese haben den Vorteil, dass der Bewerber gleich einen sympathischen persönlichen Eindruck machen kann, der weit über ein Lichtbild und ein Anschreiben hinausgeht.

Allerdings müssen auch hier gewisse Regeln beachtet werden. Wer in einem Geschäft einen Aushang "Aushilfe gesucht" sieht, sollte nicht einfach spontan den Verkäufer ansprechen. Besser ist es, sich zuhause zurechtzumachen und eine saubere Bewerbungsmappe zusammenzustellen. Diese kann dem Geschäftsführer dann im Geschäft übergeben werden, so dass er sie sich zuhause in Ruhe durchlesen kann.

Die persönliche Abgabe einer Bewerbungsmappe kann auch in verschiedenen Branchen gut funktionieren, in der eine hohe Mitarbeiterfluktuation herrscht. Auch wenn hier kein persönlicher Kontakt mit dem entscheidenden Personaler möglich ist, wird das Porto gespart und ein kleiner Einblick in die Firma gewonnen.

Anschreiben

Hier können Sie sich ein Muster für ein persönliches Anschreiben für Ihre Bewerbung runterladen, komplett gratis:
Download Bewerbungsanschreiben Schweiz

Lebenslauf

Ein Muster für Ihren Lebenslauf finden Sie hier. Einfach runterladen und mit Ihren Daten füllen.
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Wir drücken die Daumen bei Ihrer Bewerbung!


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schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.