Durchschnittsgehälter in der Schweiz

Für Außenstehende wirken die durchschnittlichen Saläre in der Schweiz häufig wie Traumgehälter. Dies relativiert sich jedoch schnell, wenn die hohen Lebenserhaltungskosten der Schweiz gegengerechnet werden. So liegt der Durchschnittsverdienst in Zürich beispielsweise bei 101.000 Franken im Jahr - und die Monatsmiete für eine Vier-Zimmer-Wohnung bei durchschnittlich 2.000 Franken. Nicht nur die Region hat großen Einfluss auf die Gehälter in der Schweiz, sondern auch die jeweilige Branche und das Bildungsniveau.

Durchschnittsgehälter in der Schweiz

Akademiker verdienen nicht automatisch am Besten

Das Lohnbarometer 2012 des Schweizer Arbeitsmarktportals jobs.ch brachte dabei unlängst eine Überraschung hervor: Demnach waren Akademiker nicht unbedingt die Spitzenverdiener in der Schweiz. Wichtig war dagegen die Weiterbildung: Jemand, der eine Berufsbildung absolvierte und sich anschließend mit Fortbildungen immer weiter qualifizierte, brachte es demnach auf einen Durchschnittslohn von 99.640 Franken, während es ein Akademiker, der sich nach dem Abschluss nicht mehr weiterbildete, auf nur 89.293 Franken brachte.

Allerdings ist die Schweiz auch hier dem internationalen Einfluss ausgesetzt: Mit einer Maturitätsquote von nur 20% sind Akademiker in der Schweiz bislang eher rar und profitieren daher von hohen Einstiegsgehältern quer durch alle Branchen. Je mehr die Nachfrage nach Akademikern steigt, umso mehr dürfte auch der klassische Weg Berufsausbildung-Fortbildung an Wert verlieren. Die Zuwanderung aus anderen Ländern spielt dabei bislang eine eher kleine Rolle.

Durchschnittlicher Monatslohn: 6000 Franken

Nach Branchen aufgeschlüsselt liegen - wen überrascht es? - die Banker ganz vorne beim Gehalt. Pro Jahr streichen erfahrene Banker in der Schweiz rund 112.992 Franken ein. Einsteiger kommen bekommen immerhin schon 85.500 Franken. Gut dabei sind auch Mitarbeiter der Schweizer Versicherungen, die es im Durchschnitt auf 108.708 Franken bringen und die Mitarbeiter der Chemie- und Pharmabranche mit 105.775 Franken.

Hervorragend bezahlt werden auch Ingenieure und Architekten - sofern sie in der richtigen Branche arbeiten. Für Ingenieure in den Bereichen Telekommunikation und Finanzwesen sind Durchschnittslöhne von 120.000 Franken möglich, während die Kollegen in den Bereichen Maschinen- und Metallbau, im Baugewerbe und auch die Architekten bis zu 30.000 Franken weniger verdienen.

Alle Branchen und Ausbildungsniveaus zusammengerechnet, liegt der monatliche Bruttolohn in der Schweiz bei knapp 6000 Franken (bei einer Vollzeitstelle mit 40 Arbeitsstunden pro Woche). Allerdings unterscheiden sich die Gehälter je nach Branche stark- Überdurchschnittlich gut bezahlt werden neben den bereits erwähnten Bankern und Pharmamitarbeitern auch Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung (8743 Franken), im Bereich Telekommunikation (8527 Franken) und in der Forschung/Entwicklung (8498 Franken). Am unteren Ende der Skala liegt u.a. das Gastgewerbe mit 4106 Franken, der Detailhandel mit 4605 Franken und die Textil- und Bekleidungsindustrie mit 4877 Franken.

In Zürich wird das meiste verdient

Wer das große Geld sucht, sollte sich in Zürich niederlassen: Bei den monatlichen Bruttolöhnen liegt der Kanton Zürich mit 6336 Franken ganz vorne. Dahinter folgt die Nordwestschweiz mit den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land und Aargau (6200 Franken) und die Großregion Genfer See mit 6052 Franken. Am wenigsten wird im Tessin verdient: Hier liegt der durchschnittliche Monatslohn bei 4996 Franken - dafür gibt es aber mehr Sonne.

Lohnrechner gibt es in der Schweiz viele. Die wohl konkreteste Auskunft bietet der "Salarium"-Rechner der Bundesverwaltung Schweiz.



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schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.