Günstige Wintersportgebiete in der Schweiz

Wer glaubt, dass das Skilaufen in den Schweizer Alpen ein Vermögen kostet, muss umdenken. Im internationalen Vergleich stehen die Schweizer Wintersportgebiete gut da - sofern es nicht unbedingt St. Moritz sein muss. Hier findet ihr Tipps und Preise, die in der Wintersaision 2013 aktuell sind:

Skiurlaub in der Schweiz

In beispielsweise Zermatt oder Klosters liegen die Preise nicht viel höher als in den bekanntesten österreichischen Skiorten Ischgl und St. Anton - so kostet der Skipass für eine Woche in Österreich 47 Euro und in Klosters umgerechnet 57 Euro. Auch die Hotelpreise ähneln sich: Im Durchschnitt legen Besucher in Klosters 253 Euro für ihre Unterkunft hin, in Ischgl 242 Euro. Alle Kosten zusammengerechnet kommt Klosters für eine Woche Wintersport auf 391 Euro und Ischl auf 347 Euro. Als günstigsten Wintersportort in der Schweiz ermittelte die gleiche Untersuchung von Tripadvisor übrigens Saas Fee mit 301,70 Euro, während der günstigste Ort in Österreich, Mayrhofen, auf 248,92 Euro kam.

Gut zu wissen: Die grössten Differenzen gab es bei den Ausgaben für Speisen und Getränke. So kostete eine Mahlzeit in der Schweiz gerne mal fast das Doppelte als beim Nachbarn und auch für das Bier beim Après-Ski muss in der Schweiz tief in die Tasche gegriffen werden. Was jedoch im Umkehrschluss auch heisst: Wer wirklich nur zum Skilaufen in die Alpen fährt und auf noble Drei-Gänge-Menüs und Après-Ski-Partys bis zum Morgengrauen verzichten kann, zahlt in der Schweiz insgesamt kaum mehr als im Nachbarland und kann dazu einige der schönsten Skigebiete weltweit geniessen.

Skigebiete in der Schweiz

Die günstigsten Skiorte in der Schweiz

Konzentrieren wir uns also einmal auf das Skilaufen an sich. Der Ort La Brévine im Kanton Jura bietet eine Tageskarte schon für 3 Franken an und hat dafür eine 800 Meter lange Piste (mit Lift) zu bieten. In Les Verrières (ebenfalls im Jura) gibt es für 10 Franken immerhin schon drei Pistenkilometer und zwei Lifte - das reicht für einen vergnüglichen Tag im Schnee. In der deutschsprachigen Schweiz liegt das Gebiet Küssnacht-Seebodenalp (12 Franken für 2,5 Kilometer und 3 Lifte) vorne. Ebenfalls noch günstig ist das Gebiet Feldis-Mutta in Graubünden, wo es für 16,50 Franken zehn Pistenkilometer und 4 Lifte gibt. Zum Vergleich: Am beliebten Engelberg in der Zentralschweiz werden für sieben Pistenkilometer (mit 5 Liften) satte 42 Franken verlangt.

Den Vogel schiesst Realp ab: Hier gibt es einen ganzen Pistenkilometer mit 2 Liften für stolze 56 Franken. Für den gleichen Preis gibt es in Savognin in Graubünden immerhin 80 Pistenkilometer und 12 Lifte - unmöglich an einem einzigen Tag zu bewältigen.

Bei den Skipässen für eine Woche führt Airolo im Tessin: Hier kostet ein 6-Tage-Pass für Erwachsene gerade mal 30 Franken. Dafür gibt es insgesamt 30 Pistenkilometer mit vielen schwierigen Abschnitten für geübte Skifahrer, 7 Lifte und einen Funpark für Snowboarder.

Ebenfalls noch unter 100 Franken liegt Sarn-Heinzenberg im Kanton Graubünden mit 77 Franken für einen 6-Tage-Pass für Erwachsene. Im Gegensatz zu Airolo, wo es kaum Anfängerpisten gibt, bietet Sarn-Heinzenberg zahlreiche leichte Pisten für Anfänger, spezielle Angebote für Kinder und viele zusätzliche Aktivitäten wie eine schöne 3,8 Kilometer lange Schlittenbahn. Dieser Ort ist also vor allem Familien zu empfehlen, die nur einmal im Jahr Wintersport machen oder vielleicht sogar zum ersten Mal überhaupt auf die Bretter steigen.

Skiurlaub in der Schweiz mit Familie

Familienangebote beachten

Überhaupt sollten Familien auf spezielle Skipass-Angebote achten. In Beatenberg-Niederhorn zahlt nur das erste Kind, sofern mindestens ein Elternteil dabei ist - alle anderen Kinder fahren gratis. Viele Skigebiete bieten auch Pauschalen mit Essen, zum Beispiel in Diemtigtal-Springenboden oder Eriz: Eine Tageskarte für 2 Erwachsene und 2 Kinder einschliesslich Mittagessen kostet hier 130 Franken, in Selital-Schwarzenbühl sogar nur 100 Franken. Das beste Familiengebot gibt es in Aeschi-Aeschried: Hier kostet eine Tageskarte für 2 Erwachsene und 2 Kinder insgesamt 86 Franken - und dazu gibt es auch noch kostenlosen Eintritt ins Hallenbad.

Sparen im Skiurlaub

Wo kann man sonst noch sparen?

An manchen Dingen kann niemand etwas ändern - die Kosten für Skipässe oder den Skiverleih sind nun einmal fix, egal in welches Skigebiet man reist. Grosse Sparpotenziale ergeben sich daher vor allem bei der Wahl der Unterkunft und der Verpflegung: Wer ein Hotel mit Frühstück bucht und zweimal am Tag essen geht, zahlt in der Schweiz mehr als in den Nachbarländern. Wer jedoch ein günstiges Appartement mit der ganzen Familie oder mit mehreren Freunden bucht und dabei vor allem auf Selbstverpflegung setzt, zahlt in Schweizer Skigebieten nicht mehr als in Österreich oder Frankreich.

schreibt regelmäßig für UmfragenVergleich.

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