Nebeneinkünfte versteuern in der Schweiz

Das Internet bietet Schweizern etliche Möglichkeiten durch die Teilnahme an Online-Umfragen einen attraktiven Nebenverdienst zu verdienen. Wie wird dieser allerdings richtig versteuert? Und was muss man in Sachen Versicherung beachten? Wir haben die wichtigsten Tipps und Fakten für Sie zusammengestellt.

Die wichtigsten Steuerfragen im Überblick

Grundsätzlich müssen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit und aus Nebenbeschäftigungen in der Schweiz versteuert werden. Theoretisch unterliegen Einkünfte, die Sie durch Online-Umfragen verdient haben, daher auch der AHV/EO und der ALV. Eine Ausnahme ist es allerdings, wenn diese Einkünfte insgesamt nicht mehr als 2200 Franken im Jahr betragen.

Durchschnittlich können Sie im Monat 183 Franken dazu verdienen, ohne auf diesen Verdienst Steuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen.
Wenn Sie möchten, können Sie allerdings auch auf diesen etwas kleineren Betrag Sozialversicherungsbeiträge erheben lassen – die Entscheidung liegt hier ganz bei Ihnen.

Versäumen Sie es allerdings, Nebeneinkünfte ordentlich auf Ihrer Steuererklärung anzugeben, dann können im Zweifelsfall Strafzahlungen und Verzugszinsen veranschlagt werden. Wie hoch derartige Strafsteuern sind, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. In Zürich beispielsweise ist es der einfache bis dreifache Betrag der geschuldeten Steuer, schummeln lohnt sich daher wirklich nicht. Ihre Steuererklärung lässt sich dank einfacher Formulare heute wirklich ganz einfach von zu Hause aus erledigen – lassen Sie sich davon also nicht abschrecken.

So können Sie Aufwendungen absetzen

Steuern bei Online Umfragen

In manchen Fällen haben Sie die Möglichkeit bestimmte Auslagen von Ihrer Steuerschuld abzuziehen, es macht daher in jedem Fall Sinn entsprechende Belege immer aufzuheben. Bei einer unselbstständigen Nebentätigkeit dürfen Sie pauschal Berufsauslagen von 20% abziehen, bei selbstständigen Nebentätigkeiten müssen Sie bei einem Betrag über 2400 Franken Belege einreichen und können so Ihre Steuerschuld mindern.

Haben Sie Familie, dann besteht zusätzlich die Möglichkeit, den Kinderabzug geltend zu machen. Informieren Sie sich darüber hinaus auch über die Besonderheiten Ihres Kantons, damit Ihnen keine möglichen Ersparnisse entgehen. Zu den häufigsten Berufsauslagen zählen:

  • Fahrtkosten
  • Weiterbildungskosten
  • Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung
  • Schuld- und Baukreditzinsen
  • Vermögensverwaltungskosten

Lohnt sich ein Steuerberater?

Die meisten Menschen machen die Erfahrung, dass sich die eigene Steuererklärung sehr gut selbst erledigen lässt. So werden Einkünfte aus dem Nebenerwerb in der Regel einfach unter dem Punkt „Nebenerwerb aus selbstständiger Tätigkeit“ gelistet. Hier werden einfach Einnahmen und Ausgaben gelistet und der Gewinn dann übertragen, so dass er zusammen mit dem eventuellen Haupteinkommen aus einem Anstellungsverhältnis versteuert werden kann.

Haben Sie allerdings noch andere Einkünfte, beispielsweise Mieteinnahmen, oder möchten Sie ungewöhnlichere Ausgaben abziehen, dann kann es unter Umständen sinnvoll sein, den professionellen Rat eines Steuerberaters hinzuzuziehen. Hier wird entweder ein fester Satz oder ein Stundenlohn als Vergütung vereinbart – überlegen Sie daher genau, ob sich dies im Verhältnis zu den eventuellen Steuerersparnissen auch lohnen würde.

Die Bedeutung der Treuepflicht in der Praxis

Neben der Steuerpflicht sollten Sie ausserdem noch beachten, dass Sie eine Nebentätigkeit anmelden müssen, wenn Sie fest angestellt sind. In Artikel 321a heisst es: „Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses darf der Arbeitnehmer keine Arbeit gegen Entgelt für einen Dritten leisten, soweit er dadurch seine Treuepflicht verletzt, insbesondere den Arbeitgeber konkurrenzierend.“ Ein generelles Verbot einer Nebentätigkeit durch den Arbeitgeber ist zwar nicht zulässig, es besteht allerdings eine Meldepflicht.

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