Heimarbeitsangebote ohne Vorkasse

Wenn Sie vom heimischen Wohnzimmer aus nebenbei ein paar Franken dazu verdienen möchten, müssen Sie Vorsicht walten lassen. Denn hinter vielen vermeintlichen Jobofferten im Internet und in Kleininseraten verbergen sich Abzocker, die Ihnen keine Arbeit anbieten wollen, sondern Ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Um zu vermeiden, solchen unseriösen Anbietern auf den Leim zu gehen, sollten sie stets nur auf Heimarbeitsangebote ohne Vorkasse reagieren. Damit fallen schon einmal Heimarbeits-Klassiker wie Kugelschreibermontage oder Wundertütenfüllen unter den Tisch. Wer solche Heimarbeit sucht, findet fast immer bei unseriösen Angeboten, und fast immer kommt die Aufforderung, erst einmal Geld zu überweisen, bevor man Geld verdienen kann.

Zum Beispiel soll man für ein Start-Set 100 Franken zahlen, dass sich meist als wertloses Informationsmaterial entpuppt. Manchmal steht in so einem Druckwerk, um Geld zu verdienen, solle man doch am besten selbst solche Anzeigen schalten wie die, auf die man eben hereingefallen ist, um so weitere ahnungslose Jobsucher zu ködern. Hierbei tritt jedoch das Bundesgesetz über Lotterien und gewerbsmäßige Wetten ein. Ein derartiges Vergehen ist demnach strafbar und wird in der Schweiz mit bis zu 3 Monaten Haft geahndet.

Wenn Sie eine Jobanzeige für Heimarbeit interessant finden, sollten Sie außerdem darauf achten, ob Name und Adresse des Auftraggebers klar genannt und die gesuchte Tätigkeit genau beschrieben sind. Fehlen diese Angaben, sollten Sie die Finger von diesem Jobangebot lassen. Auch bei Anzeigen, die übertriebene Versprechungen zum Verdienst machen, sollten Sie skeptisch bleiben. Bis zu 8000 Franken im Monat bei drei Stunden Arbeit täglich? Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist leider tatsächlich nichts weiter als ein Versuch, Heimarbeitssucher herein zu legen.

Seriöse Heimarbeitsangebote

Seriöse Heimarbeit hat heute bis auf wenige Ausnahmen kaum noch mit manueller Fertigung am Küchentisch zu tun. Wenn Sie allerdings einen PC und einen schnellen Internetanschluss besitzen, können Sie leicht seriöse Jobs erledigen und sich so je nach Bedarf ein Taschengeld dazu verdienen oder sich mit Ihrem Home Office komplett selbstständig machen.

Heimarbeit ohne Vorkasse

Wenn Sie gerne schreiben, können Sie beispielsweise als Auftragsblogger für Unternehmen oder als Texter für Webseiten-Artikel arbeiten. Andere Heimarbeits-Jobs sind Datenerfassung, Transkription von Tonaufnahmen, Übersetzungen oder das Testen von Webseiten. Viele dieser Jobs werden über sogenannte Crowdsourcing-Portale ausgeschrieben. Sie ermöglichen Unternehmen, kurzfristig auf ein Heer von freien Mitarbeitern zuzugreifen. Und Ihnen als freiberuflichem Heimarbeiter ermöglichen es diese Webseiten, je nach Zeitfenster wenige Stunden am Stück genau dann zu arbeiten, wenn es Ihnen passt – zum Beispiel vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind.

Ein paar Franken zwischendurch können Sie zeitunabhängig auch durch das Beantworten von Online-Umfragen verdienen. Die Meinung der Konsumenten ist großen Unternehmen besonders dann wichtig, wenn neue Produkte entwickelt werden sollen oder kurz vor der Markteinführung stehen. Deshalb beauftragen sie Marktforschungsinstitute, die Konsumenten zu befragen – je mehr mitmachen, desto besser. Marktforschung ist ein Milliardengeschäft, und viele Marktforschungsinstitute belohnen Konsumenten, die mitmachen, für ihren Einsatz übers Internet, werden doch so Kosten für Straßenumfragen und Telefonaktionen eingespart.

Wenn Sie auf obigen Button klicken, können Sie verschiedene Umfragen seriöser Marktforschungsinstitute per E-Mail-Link zugesandt bekommen. Mit je nach Umfrage 5 bis 35 Minuten Aufwand können Sie sich 5 bis 20 Franken pro Umfrage oder Geschenkgutscheine verdienen. Heimarbeiter, die regelmäßig an Online-Umfragen auf UmfragenVergleich teilnehmen, können sich so nicht nur ein attraktives Taschengeld verdienen, sondern haben auch ein Wörtchen dabei mitzureden, was in Zukunft in der Schweiz in den Detailhandel kommt.

Was bei Heimarbeit zu beachten ist

Wenn Sie darüber nachdenken, Heimarbeitsangebote ohne Vorkasse anzunehmen und so das Gehalt aus Ihrem Haupterwerb aufzubessern, sollten Sie einige Regeln beachten. Dem Hauptarbeitgeber sollten alle Nebentätigkeiten gemeldet werden, um Konflikte im Vorfeld zu verhindern. Das Obligationenrecht (Art. 321a) schreibt darüber hinaus vor, dass man keinen Nebenjob bei einer direkten Konkurrenzfirma und keine selbstständigen Geschäfte mit Kunden des Hauptarbeitgebers ausüben darf.

Generell muss der Nebenverdienst versteuert werden – wer die zusätzlichen Einkünfte nicht deklariert, muss empfindliche Strafen zahlen. Vom Einkommen aus unselbstständiger Heimarbeit können Sie jedoch 20 Prozent der Einkünfte als Berufsauslagen abziehen.

Prinzipiell sind auch Beiträge zu den Sozialversicherungen (AHV/IV/EO und ALV) fällig, allerdings gibt es hier eine Ausnahme: Wenn Sie kein Hausangestellter sind und bei dem Heimarbeit-Auftraggeber nicht mehr als 2200 Franken jährlich verdienen, kann mit Ihrem Einverständnis auf Sozialabgaben verzichtet werden.

Wer selbstständig und auf eigene Rechnung Heimarbeit erledigt, beispielsweise vom Heimbüro aus, sind Sie nur der Personensteuer unterworfen. Der genaue Steuersatz hängt davon ab, in welchem Kanton und in welcher Stadt Sie leben, wie groß Ihre Familie ist und wie hoch Ihr Einkommen – Maximal sind das rund 35 Prozent Einkommenssteuer und etwa 9 Prozent Sozialabgaben – für Arbeitslosen, Kranken- und Rentenversicherung. Kleine Unternehmen sind meist von der Mehrwertsteuer befreit.