Angebote für Schülerjobs ab 14 / 15 / 16 Jahren

Spätestens, wenn das Taschengeld knapp ist und die nächste Party ansteht, denken viele Schüler daran, sich durch einen Job ein paar Franken dazu zu verdienen.

Durch einen Schülerjob kann man sich nicht nur neue Anziehsachen leisten – beim „jöbblen“ kann man auch einen ersten Blick ins Berufsleben erlauben, man übernimmt Verantwortung und man lernt neue Menschen kennen und findet heraus, welcher Beruf einem Spass machen würde und welcher nicht.

Ab welchem Alter ist das Arbeiten erlaubt?

Doch bevor es losgehen kann, sollten Schüler ihre Rechte und Pflichten gut kennen. In der Schweiz wird das Mindestalter, ab dem Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen, durch das Arbeitsgesetz, das Heimarbeitsgesetz und durch die neunjährige Schulpflicht festgelegt.

Danach dürfen Schüler zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr nur leichte Arbeiten und Botengänge erledigen, also beispielsweise Werbeprospekte austragen. Einzige Ausnahme: eine Arbeit in der Landwirtschaft. Vorraussetzung ist, dass die Eltern zustimmen, und dass der Schülerjob die Gesundheit sowie die physische und psychische Entwicklung nicht negativ beeinflussen – die Jugendlichen sollten mit dem Schülerjob nicht überfordert werden.

Ab 16 dürfen Schüler auch kellnern oder an der Kinokasse arbeiten. Bis zum 18. Geburtstag müssen die Eltern ihr Einverständnis geben, wenn Schüler arbeiten wollen. Das muss aber nicht unbedingt schriftlich sein, sie können auch durch ihr Verhalten zeigen, dass sie nichts gegen das jöbblen haben.

Für Ferienjobs gibt es weder Gesamtarbeitsverträge noch vorgeschriebene Mindestlöhne. Eine gute Orientierungshilfe sind jedoch die Empfehlungen des Zuger Industrieverbandes, die nach Alter abgestuft sind: Danach sollte ein 14-jähriger Schüler mindestens 9 Franken mindestens pro Stunde bekommen. Im Alter von 16 sollten 13 Franken, ab 17 Jahren CHF 14.50 und ab 20 Jahren mindestens 20 Franken gezahlt werden. Wer Stundenlohn bekommt, hat zudem Anspruch auf eine Ferienentschädigung. Für unter 20-Jährige sind dies 10,64 Prozent, die auf den Stundenansatz aufgeschlagen werden.

So viel lässt sich verdienen:

Alter Mindestverdienst
Ab 14 Jahre 9 Franken
Ab 16 Jahre 13 Franken
Ab 17 Jahre 14,50 Franken
Ab 20 Jahre 20 Franken

Quelle: Zuger Industrieverband

Doch außerhalb der Sommerferien bleibt für einen regelmässigen Nebenjob oft keine Zeit mehr. Deshalb nutzen immer mehr Jugendliche die Möglichkeit, mit Heimarbeit vom eigenen Laptop aus sich ein paar Franken dazu zu verdienen. Ausserdem ist die Arbeit sehr flexibel, weil man nicht erst irgendwo hin fahren muss, und kann perfekt zwischen Hausaufgaben und Abendessen erledigt werden.

Neben- und Ferienjobs von zuhause finden

Eine breite Auswahl an Nebenjobs von zuhause findet sich im Netz oder in den Kleinanzeigen der Zeitung, gerade vor Beginn der Ferien. Schüler sollten jedoch darauf achten, nicht auf unseriöse Angebote herein zu fallen und im Zweifel lieber ihre Eltern fragen. Die Finger lassen sollten Jugendliche auf jeden Fall von Anbietern, die eine Vorauszahlung verlangen, damit man bei ihnen Geld verdienen kann – das sind keine Jobangebote, sondern Abzock-Maschen.

Schüler, die gern schreiben und später einmal Journalisten werden wollen, können über verschiedene Freelance-Textbüros mit Artikel schreiben Geld verdienen. Natürlich sollten Interessenten sehr gut in Rechtschreibung und Grammatik sein.

Meist müssen Bewerber zunächst einen Testartikel schreiben. Wer den Test besteht, kann sich darauf hin aus verschiedenen Aufträgen das Thema auswählen, über das er am liebsten schreiben möchte. Pro Wort gibt es nur wenige Rappen, aber Vielschreiber können sich so durchaus ein hübsches Taschengeld dazu verdienen und Erfahrung als Texter sammeln.

Schüler, die technisch begabt sind, können ihre PC-Kenntnisse zu Geld machen, indem sie zum Beispiel Websites gestalten oder Software programmieren. Auch Telefondienste oder Dateneingabe können Jobs sein, die online erledigt werden können. Beliebt, vor allem unter den Madels, ist das Produkt Testen. Hier werden ausgiebig Kosmetika, Nagellacke & Co getestet und kräftig darüber gebloggt. Und gerade für die Berggebiete, in denen Schüler weit enfernt voneinander wohnen, ist auch denkbar, die klassische Nachhilfe von Schüler zu Schüler via Skype oder Google Hangout übers Internet anzubieten.

Zuverdienst mit Online-Umfragen

Online-Umfragen, wie sie hier auf Umfragenvergleich zur Auswahl stehen, sind eine weitere Möglichkeit, das Taschengeld ohne grossen Aufwand aufzubessern. Mit den Umfragen wollen renommierte Marktforschungsinstitute die Meinung verschiedener Konsumenten zu neuen Produkten und Trends erheben. Das Ausfüllen dauert wenige Minuten und wird je nach Umfrage mit 5 bis zu 20 Franken vergütet. Mitunter winkt statt Bargeld am Ende auch ein Einkaufsgutschein für amazon.ch, H&M oder ein Kinogutschein von Cineplexx. Wer mitmachen will, kann sich mit dem obigen Formular gleich bei mehreren Instituten auf einmal kostenlos registrieren, was die Chance erhöht, zu einer Umfrage eingeladen zu werden.

Ein festes Einkommen lässt sich durch Online-Umfragen allein zwar nicht gewährleisten, aber dafür kann man jederzeit damit pausieren, wenn beispielsweise gerade Prüfungen anstehen. Und so mancher fleissige Umfragen-Clicker hat sich schon 10, 200 oder mehr Franken monatlich dazu verdient.