Vorweihnachtliche Heimarbeitsmethoden

Wenn die Abende länger werden und es zu kalt ist, um lange draussen zu bleiben, denken viele Menschen darüber nach, ihren Verdienst durch Heimarbeit aufzubessern. Heimarbeit ist gerade in der Vorweihnachtszeit mit einer romantischen Vorstellung verbunden: Die ganze Familie sitzt bei Kerzenschein und Musik im Warmen um den Küchentisch versammelt und setzt in Handarbeit Uhrenkomponenten zusammen oder verpackt Parfümflakons. Vor allem in den Berggebieten hat Heimarbeit eine lange Tradition. Für viele Bauernfamilien war sie in den langen Wintermonaten eine wichtige Einkommensquelle. Auch heute noch wollen sich nicht nur Bauern gerade vor Weihnachten ein paar Franken dazu verdienen. Doch der Charakter der Heimarbeit hat sich inzwischen grundlegend verändert.

Traditionelle Heimarbeit in der Winterzeit

Die Heimarbeit ist eng mit der wirtschaftlichen Geschichte der Schweiz verbunden. Obwohl die
Eidgenossenschaft um 1800 zu den weltweit am weitesten industrialisierten Ländern zählte, gab es vor allem in den ländlichen Gebieten wenige Fabriken. Die Arbeit wurde überwiegend von Heimarbeitern erledigt. Als eine der ersten Branchen wurde die Baumwollindustrie automatisiert. 1801 wurden in St. Gallen die ersten Spinnmaschinen in Betrieb genommen – der Beginn des langen Niedergangs der Heimarbeit in der Schweiz. 1832 zündeten Heimarbeiter eine neue Webfabrik der Firma Conradi und Pfister in Uster an. Sie waren wütend, weil sie um ihre Arbeit fürchteten, ausserdem hatten sie sich für ihre Webstühle hoch verschuldet.

Bei der Herstellung der traditionellen Schweizer Uhren hielt sich die Heimarbeit länger. Ursprünglich waren Uhrmacher für die Herstellung der ganzen Uhr verantwortlich, doch ab dem 17. Jahrhundert etablierte sich eine Arbeitsteilung, um mehr und schneller produzieren zu können. In einem komplizierten System mehrerer Arbeitsschritte widmeten sich einzelne Arbeiter der Herstellung einer einzelnen Uhrenkomponente, oft nebenberuflich und in Heimarbeit. Das Neuenburger Jura war bekannt für die vielen Bauernfamilien, die sich vor allem in den Wintertagen dieser Präzisionsarbeit zuwendeten. Die einzelnen Teile wurden dann in Uhrmachereien zusammen gesetzt.

Heute ist diese traditionelle Heimarbeit fast ausgestorben. Seit dem 1. Januar 2012 ist der Bundesbeschluss von 1949 aufgehoben, seitdem wird Heimarbeit nicht mehr subsidiär vom Bund unterstützt.

Nebenverdienst durch Heimarbeit

Wer heutzutage in der Vorweihnachtszeit zu Hause fleissig sein möchte, um sich Geld für Geschenke dazu zu verdienen, sollte sich von der Vorstellung romantischer Bastelabende verabschieden. Hinter Heimarbeits-Angeboten wie Kugelschreiber zusammenbauen, Wundertüten füllen oder Adressen abschreiben verbergen sich keine seriösen Nebenjob-Anbieter, sondern Abzocker, die es auf das Geld argloser Jobsucher abgesehen haben. Oft verlangen die vermeintlichen Arbeitgeber, man solle vorab für ein Info-Paket 100 Franken und mehr bezahlen oder für Materialkosten in Vorkasse gehen. Von solchen Offerten sollte man die Finger lassen.

Wer eine ehrliche Methode zur Heimarbeit im Advent sucht, braucht heute meist nichts weiter als einen handelsüblichen Computer und einen Breitband-Internetanschluss. Als Telearbeit erlebt die Heimarbeit derzeit eine Renaissance. Die neuen Heimarbeiter arbeiten in der Regel nicht in einem Lohnverhältnis, sondern auf selbstständiger Basis.

Beliebte seriöse Heimarbeitsmethoden

Es gibt in der Schweiz eine ganze Reihe von Webseiten, über die interessierte Bewerber seriöse Jobangebote finden und sich direkt bewerben können. Vor allem in den Bereichen Büroarbeit, Artikel schreiben oder Telefonmarketing outsourcen immer mehr Unternehmen Jobs über sogenannte Crowdsourcing-Portale wie beispielsweise passbrains.com.

Wer Spass am Schreiben hat, kann zum Beispiel auf textprovider.com anmelden und erste Schritte als Texter machen, indem er einen Bericht oder Text anhand genauer Vorgaben erstellt. Neben einwandfreier Rechtschreibung und Grammatik sollte man ein Händchen für gut lesbare Texte haben und sich schnell neues Wissen aneignen können.

Auch für die Datenerfassung oder Transkription von Tonaufnahmen werden mitunter Heimarbeiter gesucht. Wer gerne telefoniert, kann auch stundenweise von zuhause im Telemarketing arbeiten und sich so vor Weihnachten ein paar Franken dazu verdienen. Im Auftrag einen Kunden rufen die Heimarbeiter dann potenzielle Kunden an und folgen beim Anruf meist einem genau vorgegebenen Script. Allerdings muss bei so einem Job bedacht werden, dass der Heimarbeiter zunächst für die entstandenen Telefonkosten selbst aufkommen muss. Der Verdienst sollte also auf jeden Fall so hoch sein, dass sich diese Ausgaben rechnen.

Eine weitere vorweihnachtliche Methode der Heimarbeit gerade für Menschen mit wenig Zeit ist die Teilnahme an Umfragen, wie sie hier auf umfragenvergleich.ch im Überblick zu finden sind. Seriöse Marktforschungsinstitute fragen im Auftrag grosser Unternehmen die Meinungen Schweizer Konsumenten zu verschiedenen Themen ab und werten sie aus. Auf diese Weise können in Zukunft Produkte entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Konsumenten noch genauer entsprechen. Für die Teilnahme an einer Umfrage wird man in der Regel mit 5 bis 20 Franken vergütet, manchmal gibt es stattdessen Geschenkgutscheine für Amazon.ch, H&M oder für einen Kinobesuch.